Saturday, October 22, 2005

Mission Diskokugel

ufff! Hätte ich eine ordentliche Digicam, hätte ich es ja selbst fotografiert, so musste ich mal eben schnell ein geyahootes Bild mit Paint (!) bearbeiten: So sieht aus, was übrig blieb, bei einem Projekt, in das viel Zeit, Improvisation und Angstschweiß floss:



Ich wollte unbedingt eine Diskokugel in mein Zimmer. Ein Freund meinte, das kriegen wir hin, machen wir. Also einen zusätzlichen Strahler gekauft, Kabel der Deckenlampe angezapft, einen Schalter dazwischen gesetzt und schwupps - sollte es fertig sein.
Probleme dabei: wir haben sowas noch nie gemacht. Aber es sah ja nicht so schwer aus. Haben auch alles super hingekriegt, mit der nackten Glühbirne ausprobiert, funktionierte, super, Deckenlampenverkleidung wieder aufgesetzt, funktioniert nicht. Hmmmm! Deckenlampenverkleidung wieder abgenommen, sehen, dass ein Kabel rausgerutscht ist, wollen es wieder reinstecken und . Also quasi. Es knallt sehr laut, zwei Funken fliegen und alles ist dunkel. Nun sollte sowas kein Problem sein, nur: ich wohne in einem Studenten, mit einem Terroristenhausmeister und der hat die Sicherungskästen im Keller versteckt und es war abends um acht. Ich also all meinen Mut zusammengenommen und bei ihm geklingt. Er hat fast schon auf mich gewarten, weil er seine Wohnung direkt neben meinem Fenster hat und trotz zugezogener Vorhänge gesehen hat, dass wir da was an den Lampen machen, was natürlich ausdrücklich verboten ist. Also hat er seinem Hobby gefröhnt und mich zur Sau gemacht, dann die Sicherung wieder reingedrückt. Und noch schnell gedroht, dass ich das am nächsten Tag wieder abbauen muss, sonst meldet er mich dem Studentenwerk. Jaja, klar, geht in Ordnung. Zurück in meinem Zimmer, wollten wir uns das nochmal ansehen, wußten aber nicht, ob wir den Fehler - den Lichtschalter anlassen - denn schon behoben hatten, oder noch nicht. Also einen Spannungsmesser rangehalten und . Ui. Lichtschalter war also noch an und die kurzschlussauslösenden Kabel lagen zu dich beieinander. Alles wieder dunkel. Fuck. Ich: Angst, Angst, Angst.
Ich glaube, ich war noch nie so unterwürfig, wie in dem Moment, als ich wieder vor dem Hausmeister stand. "Ja, sie haben Recht, ich weiß, es ist mein Fehler, ja, ich bring das wieder in Ordnung, ja, ich weiß."
Anyway, heute vom viel cooleren Ersatzhausmeister den Schlüssel zum Sicherungskasten ausgeliehen, der dadurch auch mächtig Ärger kriegen kann, Sicherung rausgenommen, weiter Kabel verbunden und hier und da reingesteckt, Angst gehabt, Sicherung wieder rein, noch mehr Angst gehabt - mit zitterigen Händen den Schalter betätigt und: so oder so ähnlich sieht mein Zimmer jetzt aus.

Ich weiß, viel zu lang, viel zu viel Text, viel zu banal, aber das war ne Sache, die mich neben meinem seit-drei-Tagen-neuen-Nebenjob enorm beschäftigt hat. Ufff.