Monday, July 04, 2005

Kenn ich!

Ich hab jede Station der sportlichen Anerkennung - und von Herrn Niemeyer hier näher erläutert - durchlaufen. Beim Sport allerdings nur die ersten zwei: Da einmal beim Hochsprungwettbewerb teilgenommen. Bei dem unserer Schule noch SEHR erfolgreich gewesen, da nur fünf Mädchen teilnahmen und ich recht groß war bin und deswegen bis zu einer gewissen Höhe über die Hochsprungstange einfach drübersteigen konnte. Im Bezirkskreis reichte das wohl nicht mehr.

Allerdings ähnliche Erlebnisse auch bei diesen wunderbaren Matheolympiaden erlebt. Ich bin wirklich die letzte, die Mathe kann, aber in der Schule hat Gruppenarbeit auch während Klassenarbeiten wunderbar funktioniert. Deswegen hier noch zu den Siegern gehört. In der Klasse zumindest beim Auswahlverfahren. Dann zog unsere lustige Clique los zum Wettbewerb des Oberstufe. Da war dann schon weniger von Teamwork zu sehen, aber für die Siegerurkunde reichte es noch. Und für die Weiterreichung meines Genies zum Beweisen eben jenes auf Bezirksebene. Da war davon allerdings nichts mehr zu spüren und ich wanderte mit einer blassen Kopie der Teilnehmerurkunde nach Hause.

War aber damals schon cool genug, um drüber lachen zu können und den Erfolg schon darin zu sehen, dass - lachhaft - ICH für sowas überhaupt ZUGELASSEN wurde. Nach der Schule gabs für mich keinen Sport mehr. Weder physisch noch mathematisch-mental. ICH rechne nicht mehr. Nichts mehr.

Und bewege mich auch kein Stück, sobald jemand auf die Idee kommen könnte, meine Bewegung dann vielleicht Sport zu nennen. Ausser ich mach für mein gutes Gewissen eine gemütliche Radtour und prahle dann danach mit meinem "Sportmachen". Gut, dass da aber keiner dabei ist, der das beurteilen kann. Ist schliesslich alles eine Auslegungssache, wie genau Sport zu definieren ist. Sport und ich passen jedenfalls nicht zusammen, wenns um Anstrengung geht! Selbst wenn mein Kopf sagt:"los, jetzt quäl dich halt diesen beschissenen Berg hoch! Das kann doch nicht so schwer sein!" denkt sich mein Körper dagegen:"Ich lass mich doch nicht verarschen." Und hört auf. Und dann zick ich erstmal ein bisschen rum. Entweder mit Mitfahrern oder mit meiner dummen Idee, überhaupt erst loszufahren.

Deshalb auf jeden Fall unterstützenswert:

Allerdings: zugucken geht gut, wenn sich schicke Jungs beim Sport abrackern. Dann ist gegen Sport nichts zu sagen. Wenn ich mich dabei sonnen kann.